Sie können Ihre PostgreSQL-Datenbanken mit Data Studio verbinden, um Ihre Daten zu visualisieren und zu analysieren. Mit dem PostgreSQL-Connector können Sie Ihre Daten in interaktive Dashboards und Berichte umwandeln. Anschließend können Sie Ihre Erkenntnisse mit Ihrem Team oder Stakeholdern teilen, die keinen direkten Zugriff auf die Datenbank haben.
Unterstützte Versionen
Wir haben Data Studio mit den folgenden PostgreSQL-Versionen getestet:
- 9,6
- 10
- 11
- 12
- 13
- 14
Sollten Probleme mit einer unterstützten Version auftreten, teilen Sie uns dies bitte über die Data Studio-Community mit. Im Issue Tracker können Sie auch Feature Requests stellen und darüber abstimmen.
Verbindung zu PostgreSQL herstellen
Der PostgreSQL-Connector verwendet den PostgreSQL-JDBC-Treiber, um eine Data Studio-Datenquelle mit einer einzelnen PostgreSQL-Datenbanktabelle oder einer von Ihnen bereitgestellten benutzerdefinierten Abfrage zu verbinden.
So stellen Sie eine Verbindung zu Ihrer PostgreSQL-Datenbank her:
- Melden Sie sich in Data Studio an.
- Klicken Sie auf der Data Studio-Startseite auf Erstellen und wählen Sie dann Datenquelle aus.
- Wählen Sie den PostgreSQL-Connector aus.
- Autorisieren Sie gegebenenfalls Data Studio, auf Ihre Daten zuzugreifen.
- Konfigurieren Sie den Zugriff auf Ihre Datenbank mit einer der Verbindungsoptionen.
- Klicken Sie auf AUTHENTIFIZIEREN. Eine Liste der Tabellen in dieser Datenbank wird angezeigt.
- Wählen Sie eine Tabelle aus der Liste aus oder geben Sie eine benutzerdefinierte Abfrage ein.
- Klicken Sie auf Verbinden.
Sie können jetzt auf alle Spalten in der Tabelle als Felder in Ihren Berichten zugreifen.
Verbindungsoptionen
Verbindung über einen Hostnamen oder eine IP-Adresse herstellen
Wählen Sie im Verbindungsbereich BASIC aus. Geben Sie die Verbindungsdetails ein:
- Hostname oder IP-Adresse
- Port (optional)
- Datenbank
- Nutzername
- Passwort
Verbindung über eine JDBC-URL herstellen
Wählen Sie im Verbindungsbereich JDBC-URL aus. Geben Sie die Verbindungsdetails ein:
- JDBC-URL
Beispiel
jdbc:postgresql://HOSTNAME[:PORT]/DATABASE_NAMEFür Cloud SQL (private IP-Adresse)
jdbc:google:postgresql://< var>INSTANCE_CONNECTION_NAME/DATABASE_NAME
- Nutzername
- Passwort
Wenn Sie eine Verbindung über eine literale IPv6-Adresse herstellen möchten, setzen Sie die Adresse in eckige Klammern. Beispiel: jdbc:postgresql://[2001:db8:1:1:1:1:1:1]/your_db
Verbindung über SSL herstellen
Data Studio unterstützt sichere (verschlüsselte) Verbindungen zum Server über das TLS-Protokoll (Transport Layer Security, TLS 1.2). TLS wird auch als SSL (Secure Sockets Layer) bezeichnet.
Wenn Sie eine sichere Verbindung herstellen möchten, wählen Sie SSL aktivieren aus und geben Sie die SSL-Konfigurationsdateien an.
Verbindung über Clientauthentifizierung herstellen
Wenn das Kästchen Clientauthentifizierung aktivieren angeklickt ist, können Sie einen privaten Clientschlüssel und ein Clientzertifikat für den Zugriff auf Ihre Datenbank hochladen.
Weitere Informationen zu sicheren PostgreSQL-Verbindungen
Benutzerdefinierte Abfrage
Wählen Sie die Option BENUTZERDEFINIERTE ABFRAGE aus, um eine SQL-Abfrage anzugeben, anstatt eine Verbindung zu einer einzelnen Tabelle herzustellen. Data Studio verwendet diese benutzerdefinierte SQL-Abfrage als innere SELECT-Anweisung für jede generierte Abfrage an die Datenbank.
Benutzerdefinierte SQL-Abfragen dürfen nicht mehr als eine Anweisung enthalten. Die folgende Abfrage würde z. B. nicht funktionieren, weil sie mehrere SQL-Anweisungen enthält:
DECLARE cost_per_tb_in_dollar FLOAT64 DEFAULT 4.2;
SELECT total_bytes_billed / (1024 * 1024))* cost_per_tb_in_dollar)/(1024*1024))) FROM billing-table;
Bei Abfragen in Data Studio kann es nach drei bis fünf Minuten zu einer Zeitüberschreitung kommen. So können Sie diesem Problem entgegenwirken:
- Vereinfachen Sie die Abfrage, damit sie schneller ausgeführt werden kann.
- Führen Sie die Abfrage in Ihrer Datenbank aus und speichern Sie die Ergebnisse in einer separaten Tabelle. Verbinden Sie die neue Tabelle in Ihrer Datenquelle.
Unterstützte Datentypen
Der PostgreSQL-Connector unterstützt die folgenden Datentypen:
- Numerisch
- Zeichen
- Boolesch
- Datum/Uhrzeit (außer Intervalle)
Für Spalten eines nicht unterstützten Typs werden in Data Studio keine Felder erstellt.
Weitere Informationen zu PostgreSQL-Datentypen
Öffentliche und private Verbindungen
Data Studio unterstützt sowohl öffentliche als auch private IP-Verbindungen zu PostgreSQL in Cloud SQL.
Wenn Sie über eine private IP-Adresse eine Verbindung zu einer Cloud SQL for PostgreSQL-Instanz herstellen möchten, müssen die folgenden Anforderungen erfüllt sein:
- IAM-Berechtigungen (Identity and Access Management): Weisen Sie die IAM-Rolle „Cloud SQL-Client“ (
roles/cloudsql.client) für das Google Cloud-Projekt zu, das die Cloud SQL-Instanz enthält. Sie müssen diese Rolle dem Nutzerkonto zuweisen, das die Verbindung in Data Studio authentifiziert, oder dem Inhaber der Anmeldedaten der Datenquelle. Wenn für die Datenquelle die Anmeldedaten des Betrachters verwendet werden, weisen Sie diese Rolle jedem Betrachter des Berichts zu. - Instanzeinstellungen: Wählen Sie in den Einstellungen Ihrer Cloud SQL-Instanz die Option Privater Pfad für Google Cloud-Dienste aus.
JDBC-URL: Wählen Sie im Verbindungsbereich die Verbindungsoption JDBC-URL aus und geben Sie den Verbindungsstring im folgenden Format ein:
jdbc:google:postgresql://INSTANCE_CONNECTION_NAME/DATABASE_NAME
Ersetzen Sie Folgendes:
INSTANCE_CONNECTION_NAME: der Instanzverbindungsname im FormatPROJECT_ID:REGION:INSTANCE_IDDATABASE_NAME: der Name Ihrer PostgreSQL-Datenbank
Beispiel:
jdbc:google:postgresql://my-project:us-central1:my-instance/my-dbFügen Sie den Namen oder die Organisations-ID Ihrer Organisation nicht als Präfix zum Verbindungsstring hinzu und entfernen Sie alle Leerzeichen aus der URL.
Firewall und Datenbankzugriff
Damit Data Studio eine Verbindung zu Datenbanken herstellen kann, die durch eine Firewall geschützt sind, und Abfragen an sie senden kann, müssen Sie einer der folgenden IP-Adressen den Zugriff gestatten. Möglicherweise müssen Sie Ihre Datenbank auch so konfigurieren, dass Zugriffe von diesen Adressen akzeptiert werden. Entsprechende Anleitungen finden Sie in der Dokumentation Ihrer Datenbank.
IP-Adressen
Die folgenden Adressen sind für die globale Infrastruktur von Data Studio reserviert:
142.251.74.0/232001:4860:4807::/48(optional für Plattformen, die IPv6 unterstützen)
Wenn Sie den Datenstandort für Ihr Data Studio Pro-Abo aktiviert haben, verwenden Sie stattdessen die folgenden Adressen:
142.251.56.0/242001:4860:4815::/48(optional für Plattformen, die IPv6 unterstützen)
Beschränkungen des PostgreSQL-Connectors
Der PostgreSQL-Connector verwendet bei einer Verbindung zu PostgreSQL-Instanzen in Cloud SQL nicht den Cloud SQL-Proxy. Wenn Sie eine Verbindung zu einer Cloud SQL for PostgreSQL-Instanz über eine öffentliche IP-Adresse herstellen, müssen Sie die aufgeführten IP-Adressen der Liste der autorisierten Netzwerke hinzufügen. Weitere Informationen dazu finden Sie in der Cloud SQL-Dokumentation.
Das Herstellen einer Verbindung zu AlloyDB-Datenquellen über SSL wird nicht unterstützt, da AlloyDB das Exportieren von Zertifikaten von Zertifizierungsstellen (Certificate Authority, CA) nicht unterstützt.
Sie können außerhalb des
public-Schemas keine Tabelle auswählen. Mit der Option BENUTZERDEFINIERTE ABFRAGE lässt sich jedoch eine Abfrage schreiben, die Tabellen in beliebigen Schemata enthält.Mit diesem Connector können pro Vorgang bis zu 150.000 Zeilen abgefragt werden. Wird das Limit überschritten, werden die Daten abgeschnitten.
Spaltenüberschriften (Feldnamen) dürfen nur ASCII-Zeichen enthalten. Andere Zeichen werden nicht unterstützt.
Fehlerbehebung
In den Tipps zur Fehlerbehebung in der Data Studio-Hilfe finden Sie eine Liste häufiger Fehlermeldungen und Schritte zur Fehlerbehebung.